Vegetation

Hin­sicht­lich ihrer Vege­ta­ti­ons­aus­stat­tung sind die Indus­trie­bra­chen sehr viel­fäl­tig und varia­bel. Das Vor­kom­men sowie die Kom­bi­na­tio­nen ver­schie­de­ner Vege­ta­ti­ons­struk­tu­ren wie Tauch­blatt­pflan­zen, Schwimm­pflan­zen, Röh­richt oder Ufer­ge­höl­zen in unter­schied­li­chen Deckungs­gra­den füh­ren ins­ge­samt zu einem sehr hohen Strukturreichtum.

Für Libel­len spielt die Vege­ta­tion eine zen­trale Rolle: sie dient als Sitz­warte, als Eiab­la­ge­sub­strat, als Lebens­raum für die Lar­ven oder als Schlupf­sub­trat – und jede Art stellt hieran andere Asprü­che. Somit bedeu­tet hohe Struk­tur­di­ver­si­tät ein gro­ßes Res­sour­cen­an­ge­bot und damit poten­ti­el­len Lebens­raum für eine Viel­zahl von Arten.

Als opti­mal hat sich eine hohe Zahl ver­schie­de­ner Vege­ta­ti­ons­truk­tu­ren bei mitt­le­rer Deckung her­aus­ge­stellt, also eine Kom­bi­na­tion viel­fäl­ti­ger Vege­ta­ti­ons­ein­hei­ten mit grö­ße­ren, freien Was­ser­flä­chen. Sol­che Ver­hält­nisse tre­ten im mitt­le­ren bis fort­ge­schrit­te­nen Suk­zes­si­ons­sta­dium auf. Tat­säch­lich kom­men hier auch die höchs­ten Arten­zah­len vor – ebenso wie der größte Anteil an Rote-Liste-Arten.