Vegetation

Pionierstadium Die Vege­ta­tion auf Indus­trie­bra­chen ist bereits gut unter­sucht. Es gibt zahl­rei­che Arten, die im Ruhr­ge­biet schwer­punkt­mä­ßig oder aus­schließ­lich auf Indus­trie­bra­chen vor­kom­men. Im Rah­men pri­mä­rer und sekun­dä­rer Suk­zes­sion bil­den diese Arten typi­sche Vege­ta­ti­ons­ein­hei­ten und Pflanzengesellschaften.

Suk­zes­sion

Kurz­le­bige Annu­el­len­flu­ren besie­deln Brach­flä­chen im Pio­nier­sta­dium. Typisch sind Gesell­schaf­ten des Kleb­ri­gen Alants oder des Unter­bro­che­nen Wind­halms. Je nach Stand­ort­be­din­gun­gen wird die Pio­nier­ve­ge­ta­tion nach etwa drei Jah­ren von aus­dau­ern­der Rude­ral­ve­ge­ta­tion abge­löst wie der Natternkopf-Steinklee– oder der Beifuß-Rainfarn-Gesellschaft. 

Nach wei­te­ren 6–10 Jah­ren ent­ste­hen rude­rale (Halb-)Trockenrasen und ein­zelne Gebü­sche und Baum­grup­pen brei­ten sich wei­ter aus. fortgeschrittene Sukzession Typisch sind Brom­beer­ge­bü­sche oder Bestände des Schmet­ter­lings­flie­ders. Nach wei­te­ren 2–5 Jahr­zehn­ten bil­den sich Vor­wäl­der aus Bir­ken, Robi­nien und Ahorn, zu denen spä­ter noch Eichen sto­ßen, so dass sich junge Eichen-Birkenwälder ent­wi­ckeln. Aber auch im Pio­nier­sta­dium kön­nen Bir­ken, Pap­peln, Robi­nien oder der Göt­ter­baum vorkommen.

Es zeigt sich also eine Vege­ta­ti­ons­ent­wick­lung von der Annu­el­len­flur zum Wald. Auf­grund eines Mosa­iks unter­schied­li­cher Stand­ort­be­din­gun­gen kön­nen ver­schie­dene Suk­zes­si­ons­sta­dien auf klei­nem Raum neben­ein­an­der lie­gen. Durch den oft schnel­len Ablauf der Suk­zes­sion kommt es zu einer hohen Dyna­mik der Lebensräume.