Mikroklima

Das Mikro­klima auf Indus­trie­bra­chen kann vom regio­na­len Klima abwei­chen und ist abhän­gig von Bewuchs und Untergrund.

Tem­pe­ra­tur

Dunk­les Ber­ge­ma­te­rial und viele tech­no­gene Sub­strate kön­nen sich bei Son­nen­ein­strah­lung stark auf­hei­zen – in den Mit­tags­stun­den im Som­mer sind Tem­pe­ra­tu­ren bis über 60°C mög­lich. Da sol­che Sub­strate die Wärme aber nur schlecht spei­chern kön­nen, kommt es nachts zu einer star­ken Aus­strah­lung und damit zu star­ken Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen im Tages­lauf. In Gehöl­zen sind diese Schwan­kun­gen deut­lich abgemildert.

Was­ser­haus­halt

trocken gefallener Tümpel Auf stark ver­sie­gel­ten Flä­chen ist die Abfluss­rate des Nie­der­schlag­was­sers sehr hoch, auf nicht ver­sie­gel­ten Flä­chen bestim­men das Sub­strat und seine Dichte den Was­ser­haus­halt. Auf stark ver­dich­te­ten Böden, wie sie bei­spiels­weise auf Hal­den vor­kom­men, ent­steht schnell Stau­nässe, die zur Bil­dung von Tüm­peln und Lachen führt. Bei feh­len­den Nie­der­schlä­gen trock­nen diese Gewäs­ser aber sehr schnell aus und es kommt zu extre­mer Trockenheit. 

Auf grob­kör­ni­gen, locke­ren Böden ist die Ver­si­cke­rungs­rate sehr hoch, so dass es auch hier zu tro­cke­nen Ver­hält­nis­sen kommt.

Mikro­klima auf Bergehalden

Ber­ge­hal­den stel­len im mitt­le­ren bis nörd­li­chen Ruhr­ge­biet die ein­zi­gen Erhe­bun­gen in der Land­schaft dar. Auf den Pla­te­au­flä­chen kön­nen erhöhte Wind­ge­schwin­dig­kei­ten auf­tre­ten, am Hal­den­fuß kann es nachts zu Ansamm­lung von Kalt­luft kom­men. An den Hän­gen wird das Mikro­klima stark von der Expo­si­tion beeinflusst.