Künstliche Habitatstrukturen

Auf vie­len Indus­trie­bra­chen, spe­zi­ell auf ehe­ma­li­gen Werks­ge­län­den, fin­det man oft eine Viel­zahl künst­li­cher Habi­tat­struk­tu­ren, wohin­ge­gen natür­li­che mehr oder weni­ger feh­len. Bei­spiele sind zur Anlage gehö­rende Stahl­teile, Zäune und Gelän­der, Gleise, künst­li­che Becken­wände und ähnli­ches. Auch Müll in und an den Gewäs­ser in Form von Fla­schen, Eimern, Holz­pa­let­ten u.ä. fin­det man auf vie­len Brachen. 

Viele Fälle wur­den beob­ach­tet, in denen Libel­len sol­che Struk­tu­ren als Sitz­warte oder Schlupf­sub­strat nutz­ten, so dass diese zumin­dest teil­weise feh­lende, natür­li­che Struk­tu­ren erset­zen können.

Statt der Zweige eines Baumes oder Strauches nutzt die Herbst-Mosaikjungfer einen Stahlträger als Sitzplatz bei der Paarung Eine im Tümpel liegende Flasche dient als Schlupfsubstrat für die Große Heidelibelle

Die Farbe dieses Gleises am Kokereibecken Zollverein animiert ein Weibchen der Blaugrünen Mosaikjungfer zur -wahrscheinlich vergeblichen- Eiablage Unter der Gitterabdeckung über der Alten Emscher waren einige Libellen wie diese Heidelibelle zumindest zeitweise gefangen