Gran Canaria

Im Früh­som­mer 2009 führte uns der Som­mer­ur­laub auf die Kana­ren­in­sel Gran Cana­ria. Ins­be­son­dere der Süden der Insel zeich­net sich durch extreme Tro­cken­heit aus. Es gibt aber einige Tal­sper­ren und in den Tou­ris­ten­re­gio­nen künst­li­che Teich­an­la­gen. Auch einige Barran­cos kön­nen im Som­mer noch Was­ser füh­ren, wo man wun­der­bar Libel­len beob­ach­ten kann. 

Die Libel­len­fauna Gran Cana­rias ist stark geprägt von der Nähe zu Afrika. Es gibt nur eine Klein­li­belle, die Pech­li­bel­len­art, deren Ver­brei­tungs­ge­biet die Saha­rare­gion ist: Ischnura saha­ren­sis.
Häu­fige afri­ka­ni­sche Arten sind die Feu­er­li­belle (Cro­co­the­mis ery­th­raea) sowie Tri­the­mis arte­riosa und der Blaup­feil Orthe­trum chry­s­os­tigma. Auch die Große und die Kleine Königs­li­belle (Anax impe­ra­tor und A. par­then­ope) kom­men vor, manch­mal auch die Schab­ra­cken­li­belle (A. ephip­pi­ger). Sel­te­ner sind die Hei­de­li­bel­len­ar­ten Sym­pe­trum fons­co­lom­bii und S. nig­ri­fe­mur sowie die sehr große Segel­li­belle Zyg­onyx tor­ri­dus, die wir nicht gefun­den haben.

Die meis­ten Libel­len begeg­ne­ten uns am Barranco de Aya­gau­res, in dem es noch zahl­rei­che tem­po­räre Gewäs­ser gab. Einige Arten wie Feu­er­li­belle und Tri­the­mis flo­gen auch häu­fig im Tou­ris­ten­ge­biet Maspa­lo­mas. Der Gro­ßen Königs­li­belle begeg­ne­ten wir auf der gan­zen Insel, selbst am Roque Noblo auf fast 1800m Höhe.