Gildehauser Venn

Mitte Juli 2010 besuch­ten wir das in der Nähe von Gro­nau gele­gene Gil­de­hau­ser Venn. Die­ses große Gebiet mit aus­ge­dehn­ten Moor– und Hei­de­flä­chen behei­ma­tet eine Viel­zahl sel­te­ner Arten. Dort kom­men Pflan­zen wie die Sumpfli­lie und der Lun­ge­nen­zian und Vogel­ar­ten wie Gro­ßer Brach­vo­gel und Pirol vor. Unter dem Schmet­ter­lin­gen fin­det man das Wald­brett­spiel und als Beson­der­heit den Lungenenzianameisen-Bläuling. Da auch zahl­rei­che Gewäs­ser vor­han­den sind, gibt es auch eine Menge Libel­len zu entdecken.

Neben Mond– und Speer-Azurjungfer (Coe­n­ag­rion lun­u­la­tum und C. has­tu­la­tum), die wir wie die Moos­jung­fern nicht mehr ent­deckt haben, gibt es große Popu­la­tio­nen der Schar­lach­li­belle (Ceria­g­rion ten­el­lum) und der Becher­jung­fer (Enal­lagma cya­thi­gerum). Auch Klei­nes Gra­natauge (Ery­thromma viri­du­lum) und Große Pech­li­belle (Ischnura ele­gans) sind nicht sel­ten. In gro­ßer Zahl fliegt die Gemeine Bin­sen­jung­fer (Les­tes sponsa) ebenso wie die Glän­zende und die Kleine Bin­sen­jung­fer (L. dryas und L. virens).
Das High­light der Exkur­sion waren frisch geschlüpfte Torf– und Hochmoor-Mosaikjungfern (Aeshna jun­cea und Ae. sub­arc­tica), die am Ufer der fast aus­ge­trock­ne­ten Moor­ge­wäs­ser saßen. An einem Gewäs­ser konn­ten wir die Feu­er­li­belle (Cro­co­the­mis ery­th­raea) bei der Eiab­lage beob­ach­ten. Außer­dem flo­gen Königs­li­belle (Anax impe­ra­tor), Gro­ßer Blaup­feil (Orthe­trum can­cel­la­tum), Vier­fleck (Libel­le­lula qua­dri­ma­cu­lata), Fal­ken­li­belle (Cor­du­lia aenea) sowie die Blut­rote und die Schwarze Hei­de­li­belle (Sym­pe­trum san­guin­eum und S. danae).